Kräftige Seemannschöre besingen Vater Rhein, Klarinetten-Noten tanzen übers Wasser, Gitarrentöne kommen uns spanisch vor, beim Chanson setzen wir uns an die Seine, und die bunten Röcke beim Sommernachtsball verwandeln sich in farbige Glacé-Papierschirmchen auf der Piazza. - Wenn dann die Ländlerkapelle uns das Alpenglühen über die grossen Kamine im Westen der Stadt schickt, träumen wir in Basel von Basel. Das Floss 2011 hat seine Anker gelichtet und spätsommerliche Ruhe legt sich über die Stadt. Bleibt lebendig liebe Matrosen und Sehnsuchtshungrige. Wir kommen wieder, keine Frage. Und - falls Ihr jetzt schon den nächsten Sommer ins Auge fasst; wir werfen unsere Anker vom 24. Juli bis zum 11. August 2012 - dann zur 13. Landung am kleinBasler Rheinufer - Schiff ahoi!
Aktualisiert am Montag, 22 August 2011 06:02
Land in Sicht von Stefan Strittmatter
Di 23.08.11
Aktualisiert am Montag, 29 August 2011 08:30
Sturmböe
Mo 8/8/2011
unser floss steht, nach einer sturmböe vor zwei stunden - oben ohne da. also segel einziehen und nach rorschach rasen. dort wartete schon das höchst kompetente team um herr schmidhauser - machen überstunden und reparieren unser segel damit morgen steff la cheffe nicht der himmel auf den kopf fällt. ganz herzlichen dank!!!
Das Floss im Fluss gehört für mich zum Sommer in Basel wie die Rheinschwimmer-innen und Rheinschwimmer mit ihren orangenen Schwimmsäcken. Fast drei Wochen liegt es da, mit einer trägen Selbstverständlichkeit - aber auf die Idee muss man erst kommen und durchsetzten muss man sie auch.
Der Sound mag in einer Konzerthalle besser sein als vis-à-vis auf den Treppen, die zum Rhein hinunterführen. Aber die Stimmung ist absolut einmalig. Zusammen mit der unter-gehenden Sonne, dem Aufflackern der Lichter auf und rund um das Floss werden die zahlreichen Zuhörenden von einem Klangteppich davongetragen, bis sie meinen, selber auf dem Floss den Rhein hinunter-zutreiben bis ans Meer.
Mir gefällt das Profil des Programms, ältere Singer und Songwriter und viele junge Bands, aus der Schweiz und von weiter her, unaufgeregte Musik ohne gefällig zu sein, schöne Songs, berühmtere Sängerinnen und weniger bekannte Sänger - deren man sich anschliessend erinnert.
Ich wünsche uns allen schöne Flosskonzerttage und freue mich, das Tino und Crew auch in diesem Jahr in Basel anlegen.
Eva Herzog, Regierungsrätin Basel-Stadt
Aktualisiert am Dienstag, 09 August 2011 08:19
Die Energie bin ich
Dies ist nicht nur der Slogan der IWB für Strom aus 100% erneuerbaren Energiequellen, sondern auch eine starke Partnerschaft, welche wir jedes Jahr eingehen dürfen. Denn Strom braucht’s damit das Floss nicht nur wunderbar auf dem Rhein schwimmt, sondern leuchtet und tönt. Zwar ist schon der «normale» Strom der IWB garantiert atomstromfrei, der fürs Floss aber aus der Region: Was hier vorbeifliesst, hat weiter oben in Rhein und Birs die Turbinen gedreht um unseren Strom zu machen, den IWB'Regiostrom.
Am Morgen des 13. Juli 2000 warf ein Floss zum ersten Mal seinen Anker an den hiesigen Gestaden der Kleinen Stadt Basel. Und auf einem schmalen Beiboot setzten sie über, an Land, die Stadtpiraten und Kulturwegelagerer. Nahmen Ufer und Strom in Besitz. Die Bürger waren in Aufruhr. Rasch wurde die Wäsche eingeholt und Väter sperrten ihre Töchter weg. Haus und Hof gerieten niet- und nagelfest. Am selben Abend noch, zur Stunde der Hoffnung, wurde der Stadtrat einberufen und Notstandsgesetze in der Folge eiligst verfasst. Danach tagten Gerichte. Es wurde geteert und gefedert. Die Söhne brachen mit den Oberen dieser Stadt. Und Töchter schlugen ihre Mitgift aus. Die Gemüter brannten lichterloh. Die Kultur: sie war im Fluss. Und heute? Aus der ehemaligen Eiszeit ist Tauwetter geworden. Das Floss, einst Eisbrecher, hält nun mit leichteren Segeln Kurs. Im Fluss ist eine Geschichte, eine junge Geschichte. In jedem Fall keine «Gutenacht»-Geschichte. Das Floss – es ist euer Floss. Ihr seid das Floss. Tino Krattiger